Invisalign Prof. Dr. Polzar

 

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Parodontose Beispiel 2

Zahnfleisch - parodontose

Parodontose - Patienten Infos zum Thema Parodontose

Invisalign-Zahnbehandlung bei Parodontose - Zahnfleischrückgang

Parodontose Patientin mit nach vorne abgewanderten gelockerten Zähnen .

Die meisten Menschen verlieren heut zu Tage nicht mehr ihre Zähne durch Karies sondern infolge eines entzündlichen Rückganges des Zahnfleisches, die der Zahnarzt als Parodontose bezeichnet. Sie werden auch Parodontopathien genannt und heissen im akuten Zustand Parodontitis. Viele Patienten und auch viele Zahnärzte wissen nicht, dass gerade mit einer kieferorthopädischen Therapie unter Anwendung von Invisalignschienen sich erhebliche Verbesserungen einer PA erreichen lassen und die Patienten ihre natürlichen Zähne bis ins hohe Alter behalten können.

Parodontose-Patientin nach erfolgreicher Invisalign und Parodontal-Therapie.
Vor Behandlungsbeginn Abwanderung der Schneidezähne durch Parodontose
Vor Parodontose-Invisalign-Behandlung mit Lücken zwischen den oberen Frontzähnen.
Nach Abschluss der Invisaligntherapie bei Parodontose
Nach Parodontose Behandlung, Stabiliserte schöne Frontzähne nach Invisaling- und Parodontose-Therapie.
Parodontose Invisalign-Behandlungsdauer bei parodontaler Erkrankung: 2 J. und 4 Monate

Das Besondere bei der Parodontosebehandlung in Kombination mit der Invisalign-Therapie ist, dass schon während der aktiven Paradontose-Therapie durch den Zahnarzt mit der kieferorthopädischen Therapie mit Invisalign begonnen werden kann, ja besser noch, begonnen werden sollte. Während mit der normalen festsitzenden Zahnspange abgewartet werden muss, bis die Parodontaltherapie beendet ist und die nachfolgende kieferorthopädische Behandlung immer noch ein hohes Risiko darstellt, da die Zähne mit ihrer Verankerung im Alveolarknochen geschädigt und geschwächt sind, ist die Invisaligntherapie geradezu hilfreich, den bestehenden akuten parodontalen Schaden auszuheilen. Sowohl die schienende Wirkung der Invisalign-Zahnspangen. als auch die langsame positive Aktivierung der knochenaufbauenden Zellen, der Osteoplasten, machen bei fast jedem parodontal geschädigten Patienten eine Invisaligntherapie sinnvoll, wenn nicht gar notwendig, wenn der Patient seine Zähne möglichst lange erhalten will !!!

Patienten mit Parodontose:

Ganz besonders bemerkenswert an diesem Patientenfall ist die natürliche regenerative alveoläre Kochenneubildung und das damit einhergehende Verschwinden der hässlichen schwarzen Zahnzwischenräume. Hierbei wurden keine Knochenersatzmaterialien verwendet. Auch wurde keine autologe Knochentransplantation vorgenommen, die erstaunliche Knochenneubildung ist auf drei besondere  Umstände zurückzuführen: zu Therapiebeginn waren bei der Patientin alle Frontzähne stark gelockert. Alleine durch die schienende und stabilisierende, mehrjährige Wirkung der Aligner konnte sich das Parodontium erholen und die Zähne hatten sich trotz kieferorthopädischer Therapie schon während der Behandlung gefestigt. Die begleitende PA-Therapie des Zahnarztes unter Verwendung von Emdogain® ermöglichte ein Reattachment im Zahnfleischsulcus und ein Verschwinden der pathologischen Zahnfleischtaschen. Durch das Remodellieren der Zahnkronen mit behutsamer Schmelzreduktion (ASR) und das in den Knochen hineinbewegen der abgewanderten Zähne kam es zu einer kurativen Knochenneubildung um die Zahnwurzeln. Bei einer normalen Therapie mit festen Zahnspangen (Multiband) wäre dieser Effekt nicht möglich, da zum  einen die erschwerte Mundhygiene den Erfolg einer Parodontosebehandlung stark gefährden würde und zum anderen die unkontrollierten zu starken Kräfte der Multibandtherapie zwar eine Knochenresorption (Osteoklastenaktivität) auslösen würden, jedoch einer neuen Knochenapposition (Osteoblastenaktivität) im schon geschädigten entzündlichen Gewebe entgegen stünden. Der schon bestehende entzündliche Knochenabbau wird durch zusätzliche Keimbelastung und hoher Kraftapplikation mit fester Zahnspange noch weiter vorangetrieben.

Deutliche Knochenregeneration Reossifizierung!
nach kombinierter Parodontose-Invisalign Behandlung

Röntgenbild Ausschnitt einer Panorama-schichtaufnahme vor  Therapiebeginn mit deutlich sichtbarem horizontalem Knochenabbau in Folge der langjährigen Parodontopathie. Die Zähne sind in Folge der Parodontosed gelockert. Das Zahnfleisch hat sich zurückgezogen.

OPT vorher, deutlicher Knochenverlust
OPT nachher, Knochenwachstum ist deutlich zu sehen

Röntgen-Ausschnitt nach 28 Monaten Invisalign- und Parodontose-Therapie  unter Anwendung von Emdogain®. Die Invisalign-Aligner hatten während der aktiven Behandlung gleichzeitig die Wirkung einer parodontalen Schienung. Trotz KFO-Therapie festigten sich die mit Lockerungsgrad III gelockerten Inzisiven.
Die Kombination der zahnärztlichen und kieferorthopädischen Therapie sorgte für eine vollständige Wiederherstellung der resorbierten Alveolarsepten mit erstaunlich guter Knochenneubildung! Die Parodontose hat sich ausgeheilt. Jetzt ist die Situation besser als vor der Invisalign-Parodontose-Therapie

Vorher - Nachher,  Patientin mit Parodontose:

Parodontose verursacht Lücken zwischen den Zähnen durch Zahnfleischrückgang nach langjährigern Zahnfleischentzündung (Parodontose).
Parodontose-Therapie mit erfolgreicher Invisaligntherapie kombiniert. Das Zahnfleisch hat sich erholt. Die Zähne sind wieder fester. Die hässlichen Zahnlücken sind verschwunden. Neuer Knochen hat sich wieder aufgebaut. Die Zahnfleischpapillen haben sich wieder neu geformt. Jetzt hat die Patientin eine gute Prognose, Ihre Zähne noch lange gesund und funktionstüchtig zu erhalten.

Parodontose-Patientin vor kieferorthopädischer Therapie und schon eingeleiteter Parodontosebehandlung. Der deutliche Zahnfleischrückgang hinterlässt schwarze Bereiche oder gar Lücken zwischen den einzelnen Zähnen. Durch den alveolären Knochenabbau sind die Zähne nicht mehr fest genug im Kiefer verankert und insbesondere die Frontzähne bewegen sich über einige Jahre hinweg stetig nach vorne.

Parodontose-Patientin nach erfolgreicher kiefer- orthopädisch-parodontologischer Kobinationstherapie. Ganz erstaunlich ist die auffallende ästhetische Verbesserung mit zum Teil vollständiger Regeneration der zuvor fehlenden interdentalen Papillen. Die Zähne wurden an ihren ursprünglichen Ort im Kiefer zurückbewegt. Das Zahnfleisch konnte sich erholen und eine Knochenneubildung zwischen den Zähnen festigte diese in ihrer neuen Position.

Parodontosetherapie mit erfolgreicher Invisaligntherapie kombiniert. Das Zahnfleisch hat sich erholt. Die Zähne sind wieder fester. Die hässlichen Zahnlücken sind verschwunden. Neuer Knochen hat sich wieder aufgebaut. Jetzt hat die Parodontose-Patientin eine gute Prognose, Ihre Zähne noch lange gesund und funktionstüchtig zu erhalten.

Parodontose - Entstehung - Behandlung - Wissenswertes - Info:

Beim natürlichen Gebiss geht das Zahnfleisch um 0,1 - 0,2 mm pro Lebensjahr zurück. Das heisst in 100 Lebensjahren wäre es als natürlich und gegeben anzusehen, wenn sich das Zahnfleisch dann um 1 - 2 cm zurückgebildet hätte!

Durch bestimmte Umstände kommt es zu einem noch schnelleren Rückgang des Zahnfleisches. Hierbei spielt die Parodontose eine ganz besondere Rolle. Neben erblichen Faktoren können besondere Ernährungsgewohnheiten, Rauchen, Mundhygiene, systemische Erkrankungen wie Diabetes, Medikamente und weitere Faktoren die Parodontose und den damit einhergehenden Zahnfleischrückgang, verursachen und fördern. Gleichzeitig bildet sich der den Zahn tragende Knochen, Alveolarknochen, zurück. Der Zahn verliert seinen erforderlichen Halt im Gebiss und beginnt sich zu bewegen. Zunächst bilden sich kleine Lücken zwischen den Frontzähnen im Oberkiefer, dann erscheinen die Zähne immer Länger zu werden und letztendlich verlieren sie ihre Festigkeit und werden locker. Mehr als jeder 2. Mensch ist hiervon in seinem Leben betroffen.

Neben einer Parodontosebehandlung beim Zahnarzt mit nachfolgendem Recall ist zur Erhaltung des Gebisses eine kieferorthopädische Korrektur der abgewanderten Zähne von ganz besonderer Bedeutung. Hier ist die PA- Invisalignbehandlung die Methode der Wahl. Zum Einen hat sie nicht die Nachteile der schwierigen Mundhygiene mit herkömmlichen Spangen und zum Anderen stellt sie durch die Schienung des Zahnbogens eine Kauentlastung einzelner Parodontal geschädigter und gelockerter Zähne dar.  

Gingivitis  Parodontitis und Parodontose:

Eine “Itis” ist immer ein akutes Geschehen, während eine “Ose” immer einen chronischen Verlauf beschreibt. Eine Abgrenzung von Parodontose und Parodontitis ist nicht immer ganz sinnvoll, da die langfristige Reaktion auf eine akutes entzündliches Geschehen des Zahnfleisches immer eine chronische dauerhafte und irreversible Veränderung des des Zahnfleisches/ Zahnhalteapparates zur Folge hat. Als nur “OSE” bedingte Form der Parodontose existiert eine fortschreitende idiopathische Parodontose ohne begleitenden Faktoren wie Zahnfleischentzündungen, Primärerkrankungen, wie Diabetes.. oder Rauchen.... nur ganz selten. Dies kommt nur in wenigen Fällen vor, z.B. durch funktionelle Fehlbelastungen, schief stehender Zähne.

Das Resultat der manchmal multifaktoriellen Ursachen und der sich daraus entwickelnden Gingivitis zur Parodotitis ist die Parodontose. Eine Abgeheilte Parodontitis wird dann in die Parodontose  übergeleitet. Ein solcher Patient braucht dann, will er seine Zähne im irreversibel geschädigten Zahnhalteapparat mit eigenen Zähnen  erhalten, eine lebenslange Fürsorge durch den Zahnarzt. Hierfür gibt es mittlerweile speziell weitergebildete Zahnärzte, die dann Parodontologen heißen oder Kammerzertifiziert fortgebildete Zahnärzte für Parodontologie sind. Die Gesamtheit der mit dem Zahnhalteapparat einhergehenden Krankheiten nennt man Parodontopathien.

Die Gingivitis ist die primäre Zahnfleischentzündung. Sie beginnt zunächst nur an der marginalen (oberflächlichen) Gingiva propria (Zahnfleisch direkt um den Zahn herum). Hier gibt es ganz verschiedenen Erscheinungsformen. Von der üblichen durch mangelnde Mundhygiene verursachten, zur  Juvenilen Gingivitis oder in schwerer Form der ANUG (Akut Nekrotisierenden Ulzerierenden Gingivitis)  die auch meist nur Jugendliche befällt und eine Autoimmunreaktion darstellen kann, bis zur hormonell bedingten Gingivitis, typisch hierfür die Schwangerschaftsgingivitis. Auch können Ernährungsgewohnheiten oder Mangelernährung (hier am bekanntesten der Vitamin C-Mangel verursachte Skorbut) oder auch Metallvergiftungen, wie z. B. durch Blei und Quecksilber eine hierfür typische Zahnfleischreaktion auslösen.

Es beginnt immer mit empfindlichem Zahnfleisch, welches zunächst nur gerötet erscheint, die Gingivitis, einer akuten Entzündung des Zahnfleisches mit leichtem Reizbluten. Es folgt nach Monaten eine Parodontitis, bei der der Zahnhalteapparat angegriffen wird und sich der alveoläre Knochen zwischen den Zähnen zurückbildet. Eitrige Infektionen begleiten das Geschehen und es folgt  eine Abwanderung der gelockerten Zähne aus der Knochenbasis heraus mit letztendlichem Verlust der Zähne. Durch die Behandlung mit Invisalign-Schienen-Therapie können die gelockerten Zähne gerettet werden und in die alveoläre Knochenbasis zurückbewegt werden. Eine begleitende Behandlung der Zahnfleischentzündung durch den Hauszahnarzt, mit mehreren Reinigungssitzungen (Recall) und manchmal begleitende Antibiotikatherapie sind unerlässlich!

Sollte keine spezifische Keimbestimmung erfolgen, so empfiehlt sich bei einer eitrigen Zahnfleischentzündung eine einwöchige Gabe von 3 mal 400 mg Metronizadol und eine anschließende dreiwöchige Gabe von einmal täglich 200 mg Doxycyclin. Hierdurch werden alle aggressiven grampositiven und gramnegativen Bakterien abgetötet. Eine begleitende 3-4 wöchige subgingivale Reinigung der Zahnfleischtaschen mit einem Airscaler durch den Zahnarzt ermöglicht bei günstigen Bedingungen sogar ein Verschwinden oder Rückbilden der Zahnfleischtasche und der Zahn festigt sich wieder. Es kommt zu einem Reattachment des Zahnhalteapparates.

Parodotose - Zahnfleischentzündung - Kieferorthopädie - Invisalign:

Viele Patienten verlieren ihre Zähne weil das Zahnbett mit dem umliegenden Knochen in Folge einer Parodontose den Zahn nicht mehr fest genug im Kiefer halten kann. Das Zahnfleisch zieht sich zurück. Die Invisaligntechnik ermöglicht völlig neue Ansätze für die PA-Behandlung. Der Zahnfleischschwund war früher eine Kontraindikation zur kieferorthopädischen Therapie, da die Nebenwirkungen der Multibandapparatur oftmals ein zu hohes Behandlungsrisiko darstellten. Mit der Invisaligntherapie ist es nun möglich diese Nebenwirkungen auszuschalten. Eine optimale Mundhygiene kann gewährleistet werden und der Schienungseffekt stabilisiert die gelockerten Zähne. Er sorgt dafür, dass die Parodontose besser ausheilen kann und lockere Zähne werden wieder fester im Knochen verankert.

Bei einzelnen stark gelockerten Zähnen kann sogar beobachtet werden, wie diese sich während der KFO-Behandlung zu festigen beginnen.

Mit der Invisaligntherapie kann sowohl die KFO-Behandlung als auch die Zahnfleisch-Behandlung parallel durchgeführt werden, da diese sich gegenseitig unterstützen.

Das  kombinierte Therapiekonzept der Parodontose-Behandlung und  der kieferorthopädischen Therapie, ermöglicht bei vielen Menschen ein Erhalt der eigenen Zähne bis ins hohe Alter.  Für eine Therapie gibt es keine Altersgrenze! auch bei Patienten über 70 Jahren kann die Invisaligntherapie helfen, die eigenen Zähne noch länger zu behalten.

Download Veröffentlichung: Parodontose Chirurgie

Links:

Parodontose-Gingivitis-Patient

Approximale Schmelzreduktion bei Parodontose 

Weitere Erläuterungen zum Thema Parodontose-Zahnfleischentzündungen

Paradontose:                 Deutsche Parodontose Hilfe

Drucke: Invisalign Parodontose

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