Invisalign Prof. Dr. Polzar

 

FONE  0 6 0 4 2 - 2 2 21

Beurteilung - Schweregrad Beurteilung - Schweregrad
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Zahnimplantate

Zahnimplantate - Infos zum Thema KFO-Implantate

Invisaligntherapie vor Versorgung mit Zahn-Implantaten

Invisalign-Implantat-Patient vor der Behandlung

Bei Nichtanlagen von bleibenden Schneidezähnen können entweder die Lücken geschlossen werden oder es werden die vorhandenen Lücken mit Implantaten oder Prothetik versorgt.
Ein Lückenschluss der Zähne ist die eleganteste Lösung. Sie ist jedoch häufig nur bei Kindern und Jugendlichen möglich. Erwachsene mit Nichtanlagen bleibender Zähne haben oft noch ihre Milchzähne an dem Ort des fehlenden , bleibenden Zahnes. Fallen diese Zähne aus, so entsteht eine Zahnlücke, die zu Versorgen ist.

Invisalign-Implantat-Patient nach der Behandlung
Implantatpatient vor Behandlungsbeginn
Implantat-Patient nach Invisalignbehandlung
Implantat-Invisalign-Patient vor der Behandlung
Implantat-Invisalign-Patient nach der Behandlung
 Implantat-Insertion Vorbehandlung mit Invisalign: 14 Monate

ZAHNIMPLANTAT 3-D COMPUTERTOMOGRAPHIE

CT-Implantate-simplant

Mit Simplant-Software der Firma Materialise berechnete Implantatposition auf der Grundlage einer
3-D computertomografischen Analyse. Mit diesen High-Tec Verfahren können die CT-Daten computergestütze Ergebnisse zur bestmöglichen und sicheren Versorgung des Patienten liefern.

Eckzahnremodelation / Odontoplastik
(siehe auch unter ASR)

Die Umgestaltung eines Eckzahnes zu einem seitlichen Schneidezahn führt zu ästhetisch und funktionell guten Ergebnissen bei weitgehendem Erhalt der Zahnhartsubstanz. Die Insertion dauerhafter Fremdkörper, wie Kronen und Brücken unter hohem Substanzverlust kann hierbei vermieden werden.

Eckzahnremodelation vor der Odontoplastik
Spitzer Eckzahn vor Remodellation
zum seitlichem Schneidezahn
Eckzahnremodelation nach der Odontoplastik
Jetzt abgeflachter Eckzahn mit Zahnform eines seitlichen Schneidezahnes
 nach Remodellation (Odontoplastik)

Implantat - Behandlungsfall bei nicht angelegten Schneidezähnen (Nichtanlagen):

Eckzahn-Implantatpatient - Anamnese:

Der Patient hat eine reguläre Verzahnung im Seitenzahnbereich, ihm fehlen jedoch die seitlichen, oberen Schneidezähne (Nichtanlage). Während des Zahnwechsels im Alter von ca. 10-12 Jahren, haben sich die oberen Eckzähne an die Stelle der nicht angelegten oberen Schneidezähne plaziert. Da nun den Milcheckzähnen kein Zahn nachfolgte, konnten diese noch bis ins Erwachsenenalter im Gebiss bleiben. In aller Regel lösen sich dennoch die Wurzeln von Milchzähnen im bleibenden Gebiss auf, sodass sie dann herausfallen und eine Zahnlücke hinterlassen. Hier hatte sich der Patient den oberen rechten Milchzahn mit einem harten Gegenstand herausgebissen. Die neue Zahnlücke war Anlass zur kieferorthopädischen Beratung.

Für den Patienten war es wichtig, dass er seinen bleibenden Zähne möglichst unbeschadet erhalten kann. Eine Lückenversorgung mit einer Brücke war für ihn nicht akzeptabel, da hierbei die noch zahngesunden Frontzähne mit erheblichem Substanzverlust  beschliffen werden müssten.

Eckzahn-Implantatpatient Therapie:

Die Lücke des verlorenen rechten oberen Milcheckzahnes wurde zunächst mit einem Kompositanhänger versorgt. Der linke obere persistierende Milcheckzahn wurde für die spätere Implantatversorgung ebenfalls sofort extrahiert (gezogen), damit genug Zeit verbleibt, dass sich der Alveolarknochen vor der Implantation rechtzeitig stabilisieren kann.

Je weiter seitlicher die Versorgung mit Implantaten positioniert ist, desto geringer sind die eventuell damit verbundenen sichtbaren ästhetischen Nachteile. Aus diesem Grund und weil die oberen bleibenden Eckzähne schon in der Position der oberen Schneidezähne standen, wurde entschieden, dass die Eckzähne in ihrer Schneidezahnposition belassen bleiben. Ein kieferorthopädisches Zurückbewegen wäre angesichts der langen Eckzahnwurzeln ohnehin mit einem sehr viel höheren zeitlichen Aufwand und auch höherem Behandlungsrisiko verbunden gewesen.

Um den Eckzähnen eine entsprechende neue physiologische und ästhetisch ansprechende Form zu geben wurden diese odontoplastisch remodeliert (siehe Bilder oben). Dieses sehr viel Geschick erfordernde Verfahren ermöglicht es, den Zahn mit seiner eigenen Substanz ohne Verwendung von Kronen, Teilkronen oder Veneers substanzschonend zu belassen. Dieses Verfahren wurde erstmals von Prof. Björn Zachrisson aus Schweden  beschrieben.  Oftmals ist der Eckzahn als solcher gar nicht mehr zu erkennen. Nur die etwas gelblichere Zahnfarbe des Eckzahnes verrät noch, dass es sich nicht um einen seitlichen Schneidezahn handelt. Selbst hierfür gibt es eine Lösung: Mit modernen Bleaching-Verfahren lässt sich die Zahnfarbe angleichen.

Der frontale Kreuzbiss auf der linken Seite erforderte die Extraktion eines unteren seitlichen Schneidezahnes. Die Lücke konnte unter Verwendung von Pointics und T-Attachments unauffällig gestaltet und geschlossen werden.

 Zahnimplantat-Insertion, Vorbehandlung:

Invisalign-Therapie für Implantatversorgung regio 13,23. mit Extraktion eines unteren Schneidezahnes
Situation nach Zahnremodelation/ Extraktion und vor der Invisalign-Behandlung. Der Kreuzbiss der linken Eckzähne muss noch überstellt werden und die Zahnlücke im Unterkiefer ist zu schliessen.
Patient mit Invisalign-Schienen im Mund.
Damit die Lücken nicht auffallen, können diese mit Kunststoff-Poinitcs (Füllungsmaterial) aufgefüllt werden.
Invisalign-Zahnspange mit Pointics ins situ
Der Platz für die Implantate wurde mit Invisalign geschaffen: Nach nur 15 Schienen ist die Lücke im Unterkiefer schon fast geschlossen. Im Oberkiefer wird sie durch ein Implantat ersetzt. Der fast parallele Lückenschluss im Unterkiefer wurde durch die Verwendung von rechteckigen Attachments und einem T-Attachment am unteren Eckzahn erreicht. (siehe auch unter Zähne ziehen).
Invisalign-Ergebnis der Behandlung nach 30 Wochen
Eckzahnimplantat nach Invisalign Behandlungsende. Die Zahnlücken wurden geschlossen und die Eckzahnimplantate in den Kiefer eingesetzt.
Invisalign-Implantatversorgung in situ.
Clincheck zur Invisalign-Implantat-Behandlung
Eckzahnimplantate in situ

Zahnimplantate  - Invisaligntherapieplanung bei Implantatversorgung

Zahnimplantate, Veröffentlichung:

 3D Implantat-Planung

Eckzahnimplantat Poster 1

Seitenzahnimplantat Poster 2

ZAHNIMPLANTATE - INFOS

Implantate haben sich in den letzten zwanzig Jahren als fester Bestandteil der zahnmedizinischen Versorgung etabliert. Während in den 60 Jahren die ersten Implantatversorgungen noch „experimentellen“ Charakter hatten und eine relativ hohe Verlustrate aufwiesen, sind die heutigen Implantatsysteme derart ausgereift und das Procedere zur Implantation nach wissenschaftlichen Erkenntnissen folgend standardisiert, dass es kaum noch Misserfolge bei der prothetischen Versorgung mit Zahnimplantaten gibt. Durch DVT-Diagnostik (= 3D-Röntgendiagnostik) und ausgereiften Implantatsystemen kommt es heute immer seltener zu Misserfogen bei der Implantologie.

 

Welche Materialien gibt es für Implantate und wie werden Implantate eingesetzt?:

Die meisten Implantate bestehen aus einem Primärteil, welches zunächst in den Knochen einheilen muss (ca. 3-6 Monate) und einem Sekundärteil, welches auf das eingewachsene Primärteil nach Freilegung aufgesetzt wird. Es gibt auch Sofortimplantate, bei denen das Primärteil und das Sekundärteil in einem Zahnarzttermin eingeschraubt wird.

Das Implantat-Primärteil:

Das Primärteil besteht heute in den allermeisten Fällen aus Titan. Es hat eine angerauhte, strukturierte Oberfläche, die es den Knochenzellen (Osteoplasten) erleichtern soll, an das Titan heranzuwachsen. Mann nennt diese Struktur auch Plasmabeschichtung, weil sie eine amöboide abgerundete Form, ähnlich dem Zellplasma aufweist. Titan wird deshalb gerne verwendet, weil es keine abstoßenden Immunreaktionen der Körperpolizei (Immunsystem) auslöst. Ebenso ist Titan sehr hart und dennoch leicht. Es hält sehr viel Kraft aus, ohne dass das Implantat beim Kauen bricht. Implantate aus Titan verkraften also einen sehr hohen Kaudruck (siehe Brinellhärte) über viele Jahre ohne durch Überlastung oder Materialermüdung zu zerbrechen. Da Titan sehr starr ist und sich kaum biegen lässt (geringes Elastizitätsmodul) kommt es auch nach der Einheilungsphase nicht zu begrenzten Überbelastungen des sich anschließenden Knochengewebes. Der Kaudruck wird gleichmäßig auf das ganze Implantat übertragen. Damit das Implantat gleich im Knochen richtig positioniert werden kann wird es nach einer definierten Vorbohrung in den Knochen hineingeschraubt. Sowohl das Schraubengewinde, als lauch die Plasmabeschichtung erhöhen die Oberfläche des Implantates und erleichtern somit das sichere Einheilen in den Kieferknochen.
Früher wurden für den Frontzahnbereich auch zahnfarbene Silikatkeramikmaterialien verwendet. Diese waren meist glatt und für ihre Proportionen relativ groß und brüchig, so dass sie heute nicht mehr verwendet werden.
Neueste Implantatentwicklungen basieren auf Zirkonkeramikbeschichtungen oder auf Vollkeramik mit Zirkon. Diese sind besonders fest und weisen gerade für den Frontzahnbereich eine hohe ästhetische Integration aus. Der Vorteil zum Titanimplantat ist eben die weiße Farbe des Grundkörpers, im Gegensatz zur hellgrauen Titanfarbe. Der Nachteil liegt in der Keramik selbst, die zwar sehr hart ist, jedoch wegen ihres äußerst geringen Elastizitätsmodules bei Spitzenbelastungen zerbrechen kann. Auch deshalb musss bei der Verwendung von Keramikgrundstoffen eine größere Mindestdicke der Materialschicht gewährleistet werden, was zu größeren Grundkonstruktionen führt. Der Verbund zwischen Metall und Zirkonkeramik erlaubt dann jedoch ein schmaleres Design.

Der Implantat-Zahnfleischformer (Abutment):

Nach dem Einheilen des Implantates in den Kieferknochen wird die oberste Stelle des Implantates freigelegt und das Sekundärteil aufgeschraubt. Danach wird diese Situation mit einem Platzhalter und Gingivaformer versehen. Er soll das neue Einheilen so beeinflussen, dass für die Suprakonstruktion ein möglichst optimal geformtes Zahnfleisch moduliert wird. Manchmal wird der Gingivaformer auch direkt auf das Primärteil geschraubt.

Das Implantat-Sekundärteil:

Sind diese beiden Phasen, Osseointegration (Einheilen in den Knochen)  und Gingivamodulation (=Vorbereiten des Zahnfleisches für eine möglichst optimale Anlagerung des Zahnfleisches) beendet, kann mit der definitiven Versorgung, dem Aufsetzen der Krone begonnen werden. Hierfür ist ein erneuter Termin beim Zahnarzt erforderlich. Er entfernt den Gingivaformer und macht einen Silikonabdruck vom Kiefer aus dem das Implantate-Sekundärteil herausragt. Nun wird dieser Abdruck im Zahntechnikerlabor ausgegossen und in einen Artikulator (= Gerät zur Simulierung der Kieferbewegung und des Bisses) mit Gegenkiefermodell montiert. Auf dieser Arbeitsgrundlage stellt der Zahntechniker die eigentliche Implatatkrone her. Das ist der Teil, den mann dann auch letztendlich nur noch vom Implantat sieht.

Die Implantat-Krone:

Nun kommt der krönende Abschluss, im warsten Sinne des Wortes, denn jetzt beim  letzten Zahnarzttermin wird die Implatatkrone  auf das im Kiefer herausragende Implatat-Sekundärteil aufzementiert. Zwischen dem Implantat-Primärteil und der Implantatkrone wird bei vielen Implantattypen ein sogenanntes Ambutment zwischengesetzt. Dies ist eine kleine trennende Materialschicht, zumeist aus Hartkunststoff, zwischen dem in den Knochen eingewachsenen Primärteil und der im Mund sichtbaren Implantat-Zahnkrone. Es dient als Pufferschicht und verhindert, dass der beim kauen entstehende Druck ungebremst auf den am Implantat-Primärteil angewachsenen Knochen trifft. Dies könnte nämlich die Folge haben, dass sich der Knochen wieder zurückbildet (Kochenresorption) und dann sich das Implantat lockert und verloren geht.  Das Implantatambutment ersetz also den Zahnhalteapparat, das Desmodont.

Implantate müssen regelmäßig kontrolliert und gewartet werden!:

 Das oben beschriebene Implantat-Ambutment stellt allerdings auch immer eine Bruchstellengefahr dar und muss bei einigen Implatattypen  nach regelmäßiger Wartung und Inspektion gelegentlich ausgetauscht werden. Ist die Implanatatkrone nur aufgeschraubt, wie bei eineigen Herstellertypen möglich, so ist ein wechsel des Ambutments ein kurzer Routinevorgang. Bei fest einzementierten Implantatkronen kann es unter Umständen auch erforderlich sein dass die Implatatkrone erst heruntergenommen werden muß und dabei zu Bruch geht. Dann ist gegebenenfalls eine neue Implantatkrone erforderlich.


Es gibt auch  Implantate ohne Ambutment. Welches Implantat letztendlich verwendet wird, sollte immer der Zahnarzt zusammen mit dem Patienten entscheiden. Patienten die einen hohen Kaudruck entwickeln oder auch Patienten mit CMD-Symptomen (=Craniomandibuläre Dysfunktionen oder Kiefergelenk-Kau-Beschwerden) oder Knirscher und Bruxer brauchen eher eine schonende Pufferschicht als leptosome Menschentypen. Bei CMD-Patienten empfiehlt es sich sehr, die Implantate-Krone nicht in Okklusion mit dem Gegenkiefer zu setzen. Ebenso bei starken Knirschern. Berührt die Implantatkrone beim Zusammenbeißen den im Gegenkiefer befindlichen Zahn direkt, so kann es zu einer Überlastung des Implantate kommen, was  bei CMD-Patienten zur verstärng ihrer Schmerzen führen kann oder bei richtigen Bruxern eine Lockerung der Implantate oder gar einen Implantatbruch zur Folge haben kann. Letztendlich kann das Ambutment die physiologische Eigenbeweglichkeit eines natürlichen Zahnes nicht ersetzen, da das Immplantate-Primärteil richtig fest mit dem Knochen verwachsen ist und eine Eingenbeweglichkeit (Resilienz) von 0,5 mm bis 1,0 mm nicht simulieren kann.

Ein weiterer wichtiger Grund für Patienten mit Implantate  regelmäßig Kontrolltermine beim Zahnarzt einzuhalten, ergibt sich aus der eigentlichen biologischen Schwachstelle der eingesetzten Implantate:

Zahnimplantate, und  deren Schwachstellen!:

Heute ist die eigentliche Schwachstelle der Implantate nicht mehr im Material oder der Form des Implantates und abgesehen vom Ambutment auch nicht mehr in der Konstruktion des Implantates oder der Art der Implantatkronen, sondern sie liegt an der dem Zahnimplantat umgebenden Zahnfleischgrenze.

Beim natürlichen Zahn heißt diese Grenze marginale Gingiva. Ist diese entzündet, so spricht man von einer Gingivitis und im erweiterten Stadium von einer Parodontitis. Das Wort Parodontose (= chronischer, langsam fortschreitender Knochen-Zahnfleischrückgang) wurde unverständlicherweise von den das Fach der Parodontologie lehrenden Hochschulprofessoren aus der Nomenklatur gestrichen, bzw. durch Parodontitis (= akut entzündliche Zahnhalteapparaterkrankung) ersetzt. Vielleicht wurde vergessen, dass durch Fehlbelastungen, Frühkontakte und Traumata auch eine nicht entzündlichen Zahnfleischerkrankung mit Zahnfleisch und Knochenrückbildung entstehen kann!?

Ist die marginale Gingiva, die das Implantat umfasst entzündet, so sprechen einige Zahnärzte dann von einer “Implantitis”. Dies erscheint verwunderlich bis lustig in der Namensgebung, denn ein Implantat ist ein lebloser Körper und kann sich nicht entzünden. Eine Implantitis gibt es demnach nicht, sondern eine das Implantat umfassende Parodontitis.

Da diese das Implantat umschließende Zahnfleischrand, einer dauerhaft offenen Wunde gleich, eine permanente Verbindung zwischen der mit Bakterien besiedelten Mundhöhle und dem organisch Inneren des Menschen direkt in den Knochen hineinführt, muß diese Region regelmäßig vom Zahnarzt kontrolliert werden. Um auszuschließen, dass sich schon knochenauflösende entzündliche Prozesse in Gang gesetzt haben, sind unter Umständen regelmäßige Röntgenkontrollaufnahmen als Einzelzahnbildaufnahmen, OPT/OPG-Panoramaschichtaufnahmen oder DVT (Digitale Volumen Tomographie) notwendig. Eine Ostitis oder auch Knochenentzündung genannt stellt immer eine mitunter lebensbedrohliche Erkrankung dar und ist immer dringend behandlungsbedürftig. Mit modernen, knochendurchlässigen Antibiotika, wie Doxycyclin oder Clindamyzin ist eine Ostitis sehr effektiv in den Griff zu bekommen. Unbehandelt kann sie zu einer Bakterämie, einer überschwemmung des Blutes mit gefährlichen Bakterien kommen und das Herz schädigen (Endokarditis!) oder multiple Organschädigungen verursachen.

Ein Zahnimplantat ist, wenn richtig gesetzt und bei richtiger Indikation eingepflanzt eine tolle  Sache!  Es ersetzt einen verloren gegangenen Zahn nahezu vollständig, ohne die Nachbarzähne zu beschädigen. Es gibt dem zahnlosen Patienten endlich wieder das Gefühl, richtig beißen zu können. Ein Implantat im Frontzahnbereich gibt so manchem Patienten sein verloren gegangenes Selbstwertgefühl beim Lächeln wieder und die richtige Kaufunktion wird wieder hergestellt. Aber ein Implantat  braucht auch viel Sorgfalt und eine regelmäßige Überwachung durch den Zahnarzt. Deshalb sollten die erforderlichen Kontrolltermine zur Inspektion der Implantate und ihrem umgebenden Knochen und Zahnfleisch immer eingehalten werden.

Um  Implantate an der richtigen Stelle optimal setzten zu können ist es oftmals notwendig, die Zähne mit kieferorthopädischen Geräten, z.B. wie in dem hier beschriebenen Fall mit Invisalign zu richten. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Kieferorthopäden und Implantologen ist die beste Voraussetzung für eine optimale Therapie.

 

           ERFOLGE der ZAHNIMPLANTATE   
 

 

Was führte zum Erfolg der Implantate in der Zahnheilkunde?:

Die Implantat-Materialforschung:

Heutige Implantate bestehen weitgehend aus Titan und weisen eine spezielle Oberfläche auf, (Plasmaschicht) welche das Einheilen und Anhaften von Knochen begünstigt. Neueste Implantatentwicklungen basieren auf Zirkonkeramikbeschichtungen oder auf Vollkeramik mit Zirkon. Diese sind besonders fest und weisen gerade für den Frontzahnbereich eine hohe ästhetische Integration aus. Der Vorteil zum Titanimplantat ist eben die weiße Farbe des Grundkörpers, im Gegensatz zur hellgrauen Titanfarbe. Der Nachteil liegt in der Keramik selbst, die zwar sehr hart ist, jedoch wegen ihres äußerst geringen Elastizitätsmodules bei Spitzenbelastungen zerbrechen kann. Auch deshalb musss bei der Verwendung von Keramikgrundstoffen eine größere Mindestdicke der Materialschicht gewährleistet werden, was zu größeren Grundkonstruktionen führt. Der Verbund zwischen Metall und Zirkonkeramik erlaubt dann jedoch ein schmaleres Design.
 

Die Technik der Implantatherstellung:

Die Konstruktion, das „Design“ der Implantatkörper, seine Verbindung mit der darüber befestigten Krone, die so genannte Suprakonstruktion haben sich gerade in den letzten 20 Jahren derart verbessert, dass mittlerweile fast alle System sehr ausgereift sind und über eine langjährige Erfahrung zurückblicken können.

 Es liegt somit an der Situation im Mund des Patienten und an der Erfahrung des Zahnarztes, was bestimmt, welches Implantatsystem dem Patienten empfohlen werden kann.
 

Die Implantat-Indikation:

Heute weiß man, dass die Indikation zur Implantatversorgung viel größer ist, als zu Beginn dieser noch neuen Versorgung angenommen wurde. Misserfolge bei der Implantation können durch eine sorgfältige Voruntersuchung (Anamnese) und Indikationsstellung weitgehend vermieden werden. Bei einer richtigen Auswahl und Bestimmung zur Implantatversorgung kann die Prognose für die nächsten 5 Jahre bei über 95 % und für die nächsten 10 Jahre bei über 92 % liegen.
 

Bei folgenden Situationen ist Vorsicht angeraten, weil sie die Prognose für die lange Erhaltung eines Zahnimplantates beeinträchtigen können:

Raucher

1) An Nummer eins ist hier das Rauchen zu nennen. Raucher haben bei allen Untersuchungen die schlechteste Implantaterfolgsrate!

 
Zuckerkrankheit

2) Diabetes kann, muss aber nicht die Erfolgsrate einer Implantatversorgung beeinträchtigen. Ist der Patient mit seiner Insulingabe gut eingestellt und in gutem Allgemeinzustand, so spricht in der Regel nichts gegen Zahnimplantate.

 
Herzerkrankungen

3) Herzinfarkt, herzinfarktgefährdete Patienten Herzklappenersatz-Patienten und Patienten die Blutverdünnungsmittel (Marcumar) sollten auf jeden Fall vor der Implantat-Versorgung mit ihrem Hausarzt und Zahnarzt darüber sprechen, ob aufgrund der primären Erkrankung eine Implantation unbedenklich ist, oder die Risiken (einer bakteriellen Infektion) zu groß sind.

 
Immunsystem

4) Ebenso sollte beim Vorliegen von Immunerkrankungen oder nach Immunsuppressiver Therapie (Tumornachbehandlung mit Chemotherapie oder Strahlenbehandlung) unbedingt mit dem Hausarzt und Zahnarzt über die Risiken und Vorteile einer Zahn-Implantation gesprochen werden.

 
Zahnfleischentzündungen

5) Beim Vorliegen einer akuten Parodontitis ist es nicht erlaubt (kontraindiziert) ein Implantat zu setzen. In ein entzündliches Gewebe oder in einer Umgebung von entzündlichem Gewebe sollte niemals ein Implantat inseriert werden. Jedoch kann beim Bestehen einer abgeheilten Parodontitis, einer chronischen Parodontose mit dem Zahnarztes über die Indikation eines Implantates gesprochen werden.

 
Knochenschwund

6) Selbst beim chronischen oder akuten aber zurückliegenden Verlust größerer Kieferknochenanteile ist heutzutage eine Zahnimplantation mögliche.

Durch Einbringen von bovinem (Kuhknochen) Knochenersatzmaterial, autologem (eigenem) Knochen oder durch „Züchtung“ von eigenem Knochen kann das Implantatbett die erforderliche Stabilität erhalten.

Ganz besonders geschickt ist hierbei die Knochenneugewinnung (=Osseogenese) mit Hilfe titanverstärkter Schutzmembranen (z. B. Gore-Tec®-Membranen) oder auch, wie auf dieser Internetseite unter „Backenzahn“ dargestellt, durch bestimmte kieferorthopädische Zahnbewegungen, welche die Osseogenes induzieren. Dieser sich selbst bildende eigene Knochen ist dann die biologisch hochwertigste und eleganteste Methode das Implantatbett aufzubereiten.
 

Das Implantat-Konzept:

Neben den oben beschriebenen Parametern, die entscheidend für das Gelingen einer Implantation sind, spielt das Behandlungskonzept des Zahnarztes eine ebenso große Rolle. Daraus resultiert dann das Procedere, wie im Einzelfall vorzugehen ist und auch wie die vom Implantat zu tragenden Prothetik (=Suprakonstruktion) gestaltet wird. Viele Kollegen verfügen über eine große Erfahrung oder haben sich auf die Versorgung mit Zahnimplantaten spezialisiert. Diese dürfen dann die Zusatzbezeichnung mit Kammerzertifikat für Implantologie führen. Auch viele Oralchirurgen und Kieferchirurgen führen den ersten Schritt, das einsetzen des Primärimplantate aus. So kann dann der Zahnarzt darauf die Suprakonstruktion verankern.
 

Welche Vorteile kann die Implantatversorgung haben?:

Implantate spielen in der Zahnheilkunde eine immer größere Rolle und sie sind vom Alltag einer fortschrittlichen Zahnarztpraxis nicht mehr wegzudenken. Warum ist das so, und welche Vorteile hat solch ein „Nagel“ oder solch eine „Schraube“ im Kiefer? Die Vorteile sind vielfältig. Anstehend sollen nur einige wichtige aufgeführt werden:
 

Zahnlücken

1) Hat der Patient eine Zahnlücke, so müssen die benachbarten Zähne beschliffen werden, um diese Lücke mit einer Brücke zu schließen. Sind die Nachbarzähne noch sehr gut intakt, so wäre es schade, hier viel Zahnschmelz und auch Zahnbein zu opfern um die Brücke, welche wie Zipfelmützchen über die präparierten Zahnstümpfe gestülpt und festzementiert werden, eingliedern zu können.

Ein solitäres Zahnimplantat füllt die Lücke aus, kann Kaudruck aushalten, verhindert, dass die benachbarten Zähne in die Lücke kippen oder dass der Zahn im entgegen liegenden Kiefer in die Lücke wächst (=elongiert).

 
Frontzahn

2) Im parodontal geschädigten Gebiss oder bei einzelnem Frontzahnverlußt oder auch im Kiefer mit spärlicher Restbezahnung aber noch reichlich vorhandenem Kieferknochen kann das Implantat das verschwinden des restlichen Knochens (Knochenrückbildung = Osteolyse) aufhalten. Ein Implantat hält den umgebenden Knochen am Platz und verhindert oder verzögert die voranschreitenden Osteolyse.

Natürliche Zähne und Implantate

3) Bei fehlen eines einzelnen Fronzahnes müssten die benachbarten Zähne beschliffen werden um eine Brücke zu konstruieren. Die überkronten Zähne sind häufig viel dicker als die vorherigen eigenen Zähne um der erforderlichen Wandstärke des zahntechnische Werkstückes zu genügen. Auch sehen diese Zähne selten den vorherigen natürlichen Zähnen ähnlich. Ein Implantat erspart wiederum das Beschleifen der Nachbarzähne und ermöglicht ein natürlicheres Erscheinen der rekonstruierten Front.

 
Zahnfleisch „Rot-Weiß Ästhetik“

4) Bei einer Zahnärztlichen Versorgung mit einer Brücke ist immer mit schwierigen Verhältnissen zum Zahnfleischrand hin zu rechnen. Gerade im Frontzahnbereich des Oberkiefers ist hier mit erheblichen ästhetischen und funktionellen Beeinträchtigungen zu rechnen. Es sieht eben nicht schön aus, dass dort, wo eine Zahnwurzel den Platz ausfüllte eine Delle im Zahnfleisch zu sehne ist. Oder es bilden sich beim Sprechen kleine Speichelbläschen im Zahnzwischenraum und Essensreste verfangen sich ständig unter der Zahnbrücke. Das alles kann mit einem Implantat umgangen werden. Das Implantat stabilisiert den Knochen, gibt der Funktion seinen natürlichen Raum und es unterstütz das Zahnfleisch. Bei ganz geschicktem Vorgehen können die Zahnärzte sogar die Zahnfleischpapillen wieder herstellen. Der Spezialist spricht dann von einer gelungenen „Rot-Weiß- Ästhetik“ . Dennoch ist gerade im Frontzahnbereich bei Kindern und Jugendlichen äußerste Vorsicht geboten. Da der Kiefer bis zum vierten Lebensjahrzehnt wachsen kann, entstehen bei zu früher Implantation mitunter unlösbare ästhetische und schwierige funktionelle Probleme. Die gute Eigenschaft, dass ein Implantat den Knochenrückgang verhindert oder verzögert (also eine Veränderung aufhält), ist gleichzeitig auch die schlechte Eigenschaft des Implantates: Während der jugendliche Kieferknochen noch wächst, wird in der Region um das Implantat das Wachstum aufgehalten. Das Implantat verschwindet somit in seiner wachsenden Umgebung und die Implantatkrone müsste immer länger gemacht werden, um dies auszugleichen.

 
Feste Prothese mit Implantaten

5) Gerade im restbezahnten Gebiss kann ein Implantat den noch fehlenden Pfeiler darstellen um eine festsitzenden Prothetik zu ermöglichen.

 
Prothesen-Haftung und Implantate

6) Sind gar keine Zähne mehr vorhanden und die Prothese schlappert herum, so wird sich jeder Patient freuen, wenn er wieder das Gefühl und die Sicherheit haben kann, wie auf eigenen Zähnen kauen zu können. Ist noch genügend eigener Kieferkammknochen vorhanden oder kann dieser mittels ausgefeilschter geschickter Techniken wieder hergestellt werden (z.B. mittles „Sinus-Lifting“), so können auch einem zahnlosen Patienten Implantate gesetzt werden. Im besten Fall dienen diese dann einer fest eingesetzten Prothese als Halt.
 

Die hier aufgeführten Beispiele sollen Mut zum Implantat machen und zeigen, dass gerade in der Zusammenarbeit zwischen den Ärzten (hier Hausarzt, Kieferorthopäde, Zahnarzt oder Implantologe) eine besser zahnärztliche Versorgung möglich ist.

Ja manchmal ist gerade die kieferorthopädische Vorbehandlung erst die Voraussetzung, damit eine sinnvolle Implantatplanung und Behandlung erfolgen kann.

 

IMPLANTATINFOS

IMPLANTATBEISPIEL

IMPLANTATINDIKATION

IMPLANTATERFOLGE

IALLES ÜBER   IMPLANTATE

Weitere Beispiele für Zahnimplantate:

IMPLANTATE durch  feste Spange

Implantate, Veröffentlichungen
von Prof.Dr. Polzar:

Implantate Invisalign Planung, Fachartikel  

Implantate Invisalign, Poster 1

Implantate externe Links:

Implantate feste Zahnspange, Poster 2

http://de.wikipedia.org/wiki/Implantat

Allgemeine Infos zu Implantaten

http://www.implantat-wissen.de/

http://www.dgi-ev.de

http://www.implantatforum.org

Sehr gute Infos zu Zahnimplantaten

Deutsche Zahnärztliche Gesellschaft für Implantologie

Zahnimplantate

Invisalign Implantate